Waldexkursion

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Waldexkursion der Grundschule Schönwalde am 14. Juli 2015

Zuerst eine Information:

 

Der Lübbener Hain
Dieser natürliche Restauwald inmitten der Stadt beeindruckt vor allem durch seltene Vegetation und seinem Bestand von etwa 220 Stieleichen mit stattlichen Höhen von bis zu 30 Metern. Das Naturschutzgebiet verbindet die älteren und jüngeren Stadtteile Lübbens und lädt mit seinen verschlungenen Wegen und schön gestalteten Plätzen zum Spazieren gehen und Verweilen ein.

Wir können davon ausgehen, dass der Hain niemals als Park angelegt worden ist, sondern dass aus einem natürlichen Restauenwald von naturbegeisterten Bürgern durch Bau von Wegen, Beseitigung stehender Lachen (Mücken!) und Förderung schöner Bäume, diese 20 ha große Fläche zur Erbauung und zur Freude der Stadtbewohner ihren Schutzstatus erhielt. Der inmitten der Stadt Lübben liegende Hain hat heute die Funktion eines Bindegliedes der älteren Stadtteile zu den jüngeren. Bereits im Mittelalter wird er mehrmals erwähnt. So werden im Jahre 1434 Eichen zu Brücken im großen Hain geschlagen und "Thämme" angelegt, wohl zur Sicherung der Stadt vor den Hussiten

 

Der Liuba-Stein
Auf eine einstige slawische Kultstätte im Lübbener Hain verweist der so genannte „Liuba-Stein“. Einst huldigte der slawische Volksstamm der Wenden mit Gebet und Opfer der Liebesgöttin Liuba unter der ihr geweihten Eiche. Aber auch heute kann man ihr noch  in der Nähe des heutigen Stein Standortes “begegnen”, wenn sie bei kulturellen und touristischen Anlässen die Stadt Lübben repräsentiert oder die Gäste der Stadt zu einer Stadtführung im Zeichen der Liebe einlädt.








Die Liuba-Sage
Eine junge und schöne Sorbenprinzessin bat die Göttin der Liebenden am Fuße der Eiche, sie recht bald wieder mit ihrem Liebsten zu vereinigen. Sie opferte für den in den Krieg Gezogenen ihr wertvollstes Diadem. Auf dem Rückweg geriet die goldene Kutsche in einen unergründlichen Morast, der sie samt Prinzessin verschlang. Zur gleichen Zeit traf den Geliebten auf dem Kampffeld ein tödlicher Pfeil. So hatte die Göttin Liuba die Liebenden wieder vereint.

Die Klassen 4 und 5 der Grundschule besuchten am 14.Juli 2015 die Kreisstadt Lübben. Unser Ziel war es am Beispiel des Hains Untersuchungen in einem Wald durchzuführen. Unseren Ort umgeben nur Kiefernwälder und der Hain mit seinem Restauenwald ist ein bedeutendes Naturdenkmal, das viele Kinder so noch nicht kennen. Er ist eng mit unserer Kultur und der Zweisprachigkeit des Spreewaldes verbunden. Gleichzeitig tragen wir hiermit zur Realisierung des zweijährigen Schulprogramms unserer Grundschule

 „Meine Heimat hat eine wechselvolle Geschichte“ bei.

Die Schüler des NAWI-Kurses aus der 10. Klasse des Paul- Gerhardt-Gymnasiums, (dabei einige ehemaliger Schüler unserer Schule) hatten einen Vortrag und eine Waldrally für uns vorbereitet. Dabei haben sie sich viel Mühe gegeben und die Experimente dem Alter entsprechend aufbereitet. In Dreiergruppen streiften die Schüler durch den Hain und lösten verschiedene Aufgaben. Ganz besonders gefiel den Schülern die Arbeit im Biologie- Fachraum. Das nasse Wetter und die Bombenwarnung hielten die Schüler nicht ab, eifrig alle Stationen zu besuchen. Wobei die Orientierung mit der Karte im geheimnisvollen Hain doch recht anspruchsvoll war.

Es hat den Schüler sehr gefallen. Zum Abschluss hatten die großen Schüler eine besondere Überraschung für uns vorbereitet. Wir danken den Schülern und Herrn Schmidt für den tollen Vormittag.













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